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Elementor vs. Block-Plugins: Spectra, Kadence und Co.

Elementor vs. Block-Plugins: Spectra, Kadence und Co.

Es gibt einen dritten Weg, der in Page-Builder-Vergleichen fast immer fehlt: den Block-Editor behalten und ihn erweitern, statt ihn durch einen Page Builder zu ersetzen.

Genau das machen Spectra, Kadence Blocks und GenerateBlocks. Sie bringen Container, Raster, Buttons, Akkordeons und Ähnliches als echte WordPress-Blöcke mit — Sie arbeiten weiter im gewohnten Editor, nur mit deutlich mehr Bausteinen.

Für einen erheblichen Teil der Websites, die ich sehe, ist das die passendere Antwort als ein Page Builder. Und für einen anderen Teil eben nicht.

Block-Plugins und Elementor gegenübergestellt

Die kurze Antwort

Block-Plugins, wenn Ihre Website im Kern aus Inhalten besteht — Texte, Bilder, ein paar gestaltete Abschnitte — und Sie sie schlank halten wollen.

Elementor, wenn Sie gestalterisch ins Detail gehen, Popups und Formulare brauchen oder Header, Footer und Beitragsvorlagen frei bauen wollen.

Was diese Plugins eigentlich sind

Der WordPress-Block-Editor ist gut geworden, aber im Auslieferungszustand fehlen ihm die gestalterischen Bausteine, die man auf einer Firmenwebsite braucht: ein anständiger Container mit Hintergrund, ein Spaltenraster, das auf dem Handy vernünftig umbricht, ein Button, der nach etwas aussieht.

Die drei Kandidaten füllen genau diese Lücke:

Spectra (von den Astra-Machern) ist das umfangreichste der drei — viele fertige Blöcke, dazu eine Bibliothek kompletter Seitenvorlagen. Am nächsten an dem, was man von einem Page Builder erwartet.

Kadence Blocks ist der ausgewogene Mittelweg: sehr gute Container, ein durchdachtes Zeilen-/Spalten-System, brauchbare Formulare. Spielt besonders gut mit dem Kadence-Theme zusammen.

GenerateBlocks ist das Gegenteil von umfangreich — vier oder fünf Bausteine, mehr nicht. Genau das ist die Idee: minimale Bausteine, maximale Kontrolle, praktisch kein Ballast. Am besten zusammen mit GeneratePress.

Zu den zugehörigen Themes: GeneratePress vs. Astra vs. Kadence.

Auf einen Blick

Elementor Spectra Kadence Blocks GenerateBlocks
Grundlage eigener Editor Block-Editor Block-Editor Block-Editor
Funktionsumfang sehr hoch hoch mittel bewusst minimal
Ausgeliefertes CSS am meisten mittel gering sehr gering
Vorlagen sehr viele viele einige keine
Formulare in Pro einfach ja nein
Popups in Pro nein nein nein
Theme Builder in Pro über Astra Pro über Kadence Pro über GeneratePress Pro
Lernkurve flach flach flach flach, aber Gestaltungswissen nötig
Abhängigkeit hoch mittel mittel gering

Wo die Block-Plugins punkten

Sie bleiben im WordPress-Standard. Ihre Inhalte liegen als echte Blöcke in WordPress, nicht in einem herstellereigenen Format. Wenn Sie das Plugin in fünf Jahren abschalten, bleiben Ihre Texte und Bilder als ordentliches HTML erhalten. Bei Elementor ist die Seite dann leer. Das ist der wichtigste Unterschied, und er wird fast immer übersehen.

Deutlich weniger Ballast. Vor allem GenerateBlocks liefert nur das CSS aus, das auf der jeweiligen Seite tatsächlich gebraucht wird. Elementor bringt einen Grundstock mit, der immer mitkommt.

Sie sind auf der Seite der Entwicklung. WordPress selbst entwickelt den Block-Editor weiter — Vollständige Bearbeitung, Stilvarianten, alles Neue kommt dort an. Page Builder müssen dieser Entwicklung hinterherlaufen oder sich bewusst danebenstellen.

Geringere Kosten. Alle drei haben brauchbare kostenlose Versionen, und die Pro-Varianten sind günstiger als Elementor Pro.

Wo Elementor punktet

Gestalterische Feinarbeit. Wenn Sie einen Abschnitt genau so haben wollen, wie Sie ihn sich vorstellen — Abstände, Überlappungen, Hintergrundformen, Bewegungen —, kommen Sie mit Elementor schneller ans Ziel. Die Block-Plugins geben Ihnen Bausteine; Elementor gibt Ihnen Stellschrauben.

Popups und Formulare. Kein Block-Plugin hat ein Popup-System, das mit Elementor Pro mithalten kann. Und bei Formularen mit Bedingungslogik und Anbindungen sind Sie mit Elementor oder einem eigenen Formular-Plugin besser bedient.

Theme Builder aus einer Hand. Header, Footer, Beitragsvorlagen, Archivseiten — mit Elementor Pro bauen Sie das im selben Werkzeug. Bei den Block-Plugins brauchen Sie dafür die Pro-Version des jeweiligen Themes, und Sie arbeiten dann in zwei Systemen.

Vorlagen und Ökosystem. Wer nicht bei null anfangen will, findet bei Elementor für praktisch jeden Zweck etwas Fertiges.

Elementor Pro: Genau die drei Punkte, an denen Block-Plugins abreißen — Theme Builder, Formulare, Popups — liegen in der Pro-Lizenz. Elementor Pro ansehen

Welches der drei, wenn überhaupt?

Spectra, wenn Sie von einem Page Builder kommen und den Umstieg möglichst weich haben wollen. Es fühlt sich am ehesten nach dem an, was Sie kennen.

Kadence Blocks, wenn Sie eine ausgewogene Lösung suchen und mit dem Kadence-Theme arbeiten. Für die meisten Firmenwebsites ist das die praktischste der drei.

GenerateBlocks, wenn Sie wissen, wie ein Layout aufgebaut sein soll, und maximale Schlankheit wollen. Es gibt Ihnen wenig an die Hand — für jemanden mit Gestaltungsgespür ist das ein Vorteil, für andere eine Hürde.

Der ehrliche Vergleich der Ladezeit

Ja, die Block-Plugins liefern schlankere Seiten aus, GenerateBlocks am deutlichsten. Das ist messbar und kein Marketing.

Und wie bei allen Builder-Vergleichen: Es ist selten der Grund, warum eine Website langsam ist. Unkomprimierte Bilder, billiges Hosting, fehlendes Caching und ein Dutzend Drittanbieter-Skripte wiegen schwerer. Eine gut gepflegte Elementor-Seite schlägt eine unbedacht gebaute GenerateBlocks-Seite.

Was tatsächlich wirkt, steht in WordPress Page Speed 2026 und Elementor Performance optimieren.

Der Wechsel

Von Elementor zu einem Block-Plugin gibt es keine automatische Übernahme — Sie bauen die Seiten neu. Der Aufwand ist derselbe wie bei jedem Builder-Wechsel.

Es gibt aber einen Weg, der in der Praxis gut funktioniert: schrittweise umstellen. Neue Seiten bauen Sie mit Blöcken, bestehende lassen Sie in Elementor, bis Sie sie ohnehin überarbeiten. Nach einem Jahr ist der wichtige Teil umgestellt. Weil beide im selben WordPress laufen, stört das nicht.

Der umgekehrte Weg ist übrigens einfacher: Wer von Blöcken zu Elementor wechselt, hat sauberes HTML als Ausgangspunkt.

Meine Empfehlung nach Situation

Block-Plugins, wenn Ihre Website im Kern aus Inhalten besteht, wenn Sie sie schlank halten wollen, wenn Sie langfristig auf dem WordPress-Standard bleiben möchten und wenn Sie ohne Popups und komplexe Formulare auskommen.

Elementor, wenn Sie gestalterisch ins Detail gehen, wenn Sie Popups, Formulare mit Logik oder frei gebaute Header und Footer brauchen, wenn Sie auf Vorlagen angewiesen sind und wenn Sie deutschsprachige Anleitungen zu jedem Handgriff schätzen.

Beides, in der Übergangszeit. Das ist erlaubt und funktioniert.

Häufige Fragen

Kann ich mehrere Block-Plugins gleichzeitig nutzen?
Technisch ja, sinnvoll nein. Sie handeln sich doppelte Bausteine und konkurrierende Stile ein. Entscheiden Sie sich für eines.

Ersetzen Block-Plugins Elementor vollständig?
Für inhaltsgetriebene Websites weitgehend ja. Für gestaltete Landingpages mit Popups, Formularlogik und aufwendigen Abschnitten nein.

Was ist mit dem Block-Editor allein, ohne Zusatz-Plugin?
Für Blogs und Textseiten reicht er inzwischen. Sobald Sie gestaltete Abschnitte brauchen, wird es mühsam. Der ausführliche Vergleich steht in Block-Editor gegen Page Builder.

Sind die kostenlosen Versionen brauchbar?
Bei allen dreien ja, deutlich brauchbarer als man erwartet. Sie können den Weg ausprobieren, ohne etwas zu bezahlen.

Zum Schluss

Die Frage „Elementor oder Block-Plugin“ ist im Kern die Frage, ob Sie eine gestaltete Website oder eine inhaltliche Website betreiben.

Wenn Sie darüber nachdenken müssen, ist es meistens eine inhaltliche — und dann sind Sie mit dem Block-Editor plus einem der drei Plugins schlanker, günstiger und langfristig unabhängiger unterwegs.

Weitere Gegenüberstellungen: Block-Editor gegen Page Builder, GeneratePress vs. Astra vs. Kadence und die Übersicht der Page-Builder-Vergleiche. Wenn Sie die Entscheidung an Ihrer konkreten Seite durchsprechen möchten: Elementor-Schulung.

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