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Landingpage mit Elementor erstellen: Aufbau, der funktioniert

Eine Landingpage ist keine hübschere Unterseite. Sie hat genau ein Ziel — eine Anfrage, eine Anmeldung, ein Verkauf — und alles auf ihr dient diesem Ziel oder gehört nicht darauf. Dieser eine Unterschied entscheidet mehr über das Ergebnis als jede Designfrage.

Vorbereitung: die Ablenkung entfernen

Eine Landingpage hat üblicherweise kein Hauptmenü. Das klingt falsch und ist trotzdem richtig: Jeder Menüpunkt ist eine Einladung, die Seite zu verlassen, bevor der Besucher die Entscheidung getroffen hat.

In Elementor lösen Sie das über die Seitenvorlage. Legen Sie eine neue Seite an, öffnen Sie sie im Editor, klicken Sie auf das Zahnrad links unten und wählen Sie unter Seitenlayout die Option Elementor Canvas. Diese Vorlage liefert eine völlig leere Fläche — kein Header, kein Footer, nichts.

Wenn Sie Kopf- und Fußbereich behalten wollen, aber ohne Theme-Rahmen, ist Elementor Full Width die passende Zwischenstufe.

Rechtlich wichtig: Auch auf einer Canvas-Seite müssen Impressum und Datenschutzerklärung erreichbar sein. Setzen Sie unten zwei schlichte Textlinks. Das ist keine Ablenkung, das ist Pflicht.

Der Aufbau, der sich bewährt hat

Ich baue Landingpages seit Jahren nach demselben Grundmuster. Es ist nicht originell, aber es trägt.

Oben: Versprechen und Handlungsaufruf. Eine Überschrift, die in einem Satz sagt, worum es geht und für wen. Ein bis zwei Sätze Erläuterung. Ein Button. Der Besucher soll ohne Scrollen wissen, ob er richtig ist.

Schreiben Sie die Überschrift aus Sicht des Lesers, nicht aus Ihrer. „Elementor in einem Tag sicher beherrschen“ ist stärker als „Professionelle Elementor-Schulungen“.

Danach: das Problem. Zwei, drei Sätze, die zeigen, dass Sie die Situation kennen. Wer sich verstanden fühlt, liest weiter.

Dann: die Lösung, konkret. Was genau bekommt der Besucher? Bei einer Schulung: Inhalte, Dauer, Format, Gruppengröße. Vage Formulierungen kosten hier am meisten.

Vertrauen. Referenzen, Zahlen, ein Foto von Ihnen. Bei Einzelunternehmen ist das eigene Gesicht wirksamer als jedes Logo-Raster — Menschen kaufen von Menschen.

Einwände ausräumen. Die drei Fragen, die im Erstgespräch immer kommen, gehören auf die Seite. Preis, Aufwand, Voraussetzungen.

Der Handlungsaufruf, wiederholt. Derselbe Button wie oben, mit demselben Text. Nicht „Hier klicken“, sondern was tatsächlich passiert: „Termin anfragen“, „Zum Kurs anmelden“.

Ein Ziel, ein Button

Der häufigste Fehler auf Landingpages ist nicht schlechtes Design, sondern zu viele Möglichkeiten. Anfrageformular, Newsletter, Download, Telefonnummer und Social-Media-Icons auf derselben Seite — jede Option verwässert die anderen.

Entscheiden Sie sich für eine Handlung. Alles andere gehört auf andere Seiten.

Umsetzung in Elementor

Bauen Sie mit Containern, nicht mit dem alten Section-System — gerade bei Landingpages, wo Sie viel mit vertikaler Zentrierung und gleichmäßiger Verteilung arbeiten. Warum, steht in Container statt Sections.

Nutzen Sie von Anfang an globale Farben und Schriften, damit die Seite zum Rest passt und Änderungen zentral greifen: Globale Farben und Schriften.

Für das Formular brauchen Sie in der kostenlosen Version ein separates Plugin; das Formular-Widget gehört zu Pro. Halten Sie es kurz — jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anmeldungen. Name und E-Mail reichen fast immer.

Elementor Pro: Formular-Widget, Popups und der Theme Builder für eine eigene Landingpage-Vorlage liegen in derselben Lizenz. Elementor Pro ansehen

Vor dem Livegang prüfen

Auf dem Handy. Die Mehrheit Ihrer Besucher kommt mobil. Der Button muss ohne Zoomen treffbar sein, die Überschrift darf nicht über vier Zeilen laufen. Mein Vorgehen dazu: Elementor mobil optimieren.

Die Ladezeit. Landingpages sind oft bildlastig. Ein großes, unkomprimiertes Hero-Bild ist der häufigste Grund für einen schlechten Ladewert — und der wirkt sich direkt darauf aus, wie viele Besucher überhaupt bis zum Button kommen: Elementor und Core Web Vitals.

Den Formularversand. Einmal selbst ausfüllen und absenden. Kommt die Mail an? Landet sie im Spam? Bekommt der Absender eine Bestätigung? Ein stilles Formular ist der teuerste Fehler auf einer Landingpage, weil er nicht auffällt.

Danach: messen

Eine Landingpage ist nie beim ersten Versuch fertig. Sehen Sie sich nach ein paar Wochen an, wie viele Besucher kommen, wie weit sie scrollen und wie viele den Button drücken. Ändern Sie dann eine Sache — meist die Überschrift, sie hat den größten Hebel — und vergleichen Sie erneut.

Wenn Sie den Aufbau lieber einmal gemeinsam durchgehen, bevor Sie Zeit in eine Seite stecken, die nicht trägt: In meiner Elementor-Schulung ist genau das ein Praxisteil.

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