Elementor dominiert seit Jahren den WordPress-Page-Builder-Markt — über 12 Millionen aktive Installationen, ein riesiges Ökosystem an Drittanbieter-Widgets und eine ganze Branche an Freelancer:innen, die damit arbeiten können. In den letzten Jahren haben sich aber zwei ernstzunehmende Alternativen etabliert: Bricks Builder, entwickler-nah und für sauberen, schnellen Code bekannt, und Breakdance, der jüngere Performance-fokussierte Herausforderer. In meinen Schulungen unterrichte ich vor allem Elementor — aus gutem Grund, dazu gleich mehr —, aber die Frage „Was ist eigentlich mit Bricks oder Breakdance?“ höre ich inzwischen regelmäßig. Hier mein ehrlicher Vergleich aller drei, ohne Elementor-Tunnelblick.

Die drei Page-Builder im Überblick
Elementor (Free-Tier + Pro ab 59 $/Jahr für eine Website, bis 399 $/Jahr für Agentur-Lizenzen mit bis zu 1.000 Websites; das neue Bundle „Elementor One“ liegt bei rund 228 $/Jahr): der Marktführer mit dem größten Plugin- und Template-Ökosystem, den meisten Drittanbieter-Add-ons und der größten Community. Visueller Editor, direkt im Frontend, extrem einsteigerfreundlich.
Bricks Builder (Jahreslizenzen ab 79 $/Jahr für eine Website bis 249 $/Jahr für unbegrenzte Websites; zusätzlich eine „Ultimate Lifetime“-Lizenz um 599 $ einmalig mit lebenslangen Updates und Support): entwickler-nahe Architektur, die deutlich schlankeren HTML-Output erzeugt als klassische Page-Builder. Beliebt bei Agenturen und Freelancer:innen, die Performance und Code-Kontrolle priorisieren.
Breakdance (Einzel-Website-Lizenz 99,99 $/Jahr, unbegrenzte Websites 199,99 $/Jahr mit dauerhaft fixiertem Preis; zusätzlich ein kostenloser Einstiegstarif mit Basis-Funktionen): der jüngste der drei, ebenfalls performance-fokussiert, aber mit deutlich zugänglicherer, no-code-freundlicherer Oberfläche als Bricks. Kleineres, aber wachsendes Ökosystem.
Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Elementor | Bricks Builder | Breakdance |
|---|---|---|---|
| Preis Einstieg/Jahr | 0 € (Free) / 59 $ (Pro) | 79 $ | 0 € (Basic) / 99,99 $ |
| Preis unbegrenzte Sites | 399 $/Jahr (Agency) | 249 $/Jahr oder 599 $ Lifetime | 199,99 $/Jahr |
| Lernkurve | Sehr flach | Steil (entwickler-orientiert) | Flach bis mittel |
| Code-Sauberkeit/Performance | Mittel (viele Wrapper-Divs) | Sehr gut (schlanker HTML-Output) | Sehr gut |
| Plugin-/Widget-Ökosystem | Riesig (Tausende Add-ons) | Wachsend, aber deutlich kleiner | Klein, aber solide |
| Theme-Builder-Funktionen | Ja, ausgereift | Ja, sehr flexibel | Ja, modern & übersichtlich |
| Community-Größe | Sehr groß (Facebook, Foren, YouTube) | Mittelgroß, sehr aktiv (Discord) | Klein, wachsend |
| Deutschsprachige Ressourcen | Viele (auch meine eigenen Kurse) | Wenige | Sehr wenige |

Elementor — der sichere Standard für die meisten
Stärken: Kein anderer Page-Builder hat ein vergleichbares Ökosystem. Für praktisch jedes Problem gibt es ein fertiges Widget, ein Template oder eine Anleitung — auch auf Deutsch. Freelancer:innen und Agenturen, die Elementor können, findet man in Österreich und Deutschland an jeder Ecke. Das ist kein Nebenaspekt: Wenn Sie Ihre Seite irgendwann an jemand anderen übergeben oder erweitern lassen wollen, ist die Nachfolgersuche bei Elementor am unkompliziertesten. Der visuelle Editor ist zudem so gebaut, dass auch technisch weniger versierte Kund:innen nach einer kurzen Einführung selbst Inhalte pflegen können — genau das unterrichte ich in meinen Kursen.
Schwächen: Der HTML-Output ist verschachtelter als bei Bricks oder Breakdance — mehr <div>-Wrapper, mehr CSS-Klassen, tendenziell etwas mehr Ballast. Mit sauberem Hosting, gutem Caching und den richtigen Performance-Einstellungen ist das in der Praxis gut in den Griff zu bekommen, aber es erfordert etwas mehr Pflege als bei den schlankeren Alternativen. Die KI-Funktionen sind inzwischen separat kostenpflichtig.
Wann Elementor: Für Solopreneure, KMU und alle, die selbst am Content arbeiten wollen oder später eine Agentur/Freelancer:in dazuholen möchten. Für alle, die auf ein riesiges Add-on-Ökosystem zugreifen wollen, ohne selbst zu programmieren. Mehr dazu in meinem Grundlagen-Beitrag Elementor – der beste Pagebuilder für WordPress? und im breiteren Vergleich Elementor vs. andere Page-Builder.
Bricks Builder — die Wahl für performance-fokussierte Entwickler:innen
Stärken: Bricks erzeugt spürbar schlankeren Code als Elementor — weniger verschachtelte Container, weniger überflüssiges CSS. Für Entwickler:innen, die viel mit Custom-Code, dynamischen Daten und komplexen Query-Loops arbeiten, ist die native Integration von Bedingungen, Variablen und Query-Buildern ein echter Vorteil. Die Lizenz-Struktur mit Lifetime-Option ist für Agenturen, die viele Kund:innen-Sites betreuen, langfristig günstiger als laufende Jahresgebühren.
Schwächen: Die Lernkurve ist deutlich steiler. Bricks denkt in Strukturen, Klassen und Variablen — für jemanden ohne technischen Hintergrund ist der Einstieg spürbar unbequemer als bei Elementor. Das Ökosystem an Drittanbieter-Add-ons ist gewachsen, bleibt aber ein Bruchteil dessen, was es für Elementor gibt. Und: Wenn Sie Ihre Seite später an eine andere Person übergeben, ist der Pool an Bricks-erfahrenen Freelancer:innen im deutschsprachigen Raum spürbar kleiner als bei Elementor.

Wann Bricks: Für Agenturen und Entwickler:innen, die selbst bauen und pflegen, denen rohe Performance und Code-Kontrolle wichtiger sind als ein breites Plugin-Ökosystem, und die die steilere Lernkurve bewusst in Kauf nehmen. Weniger geeignet, wenn die Kund:in selbst am Content arbeiten soll.
Breakdance — der aufgeräumte Newcomer
Stärken: Breakdance verbindet einen Großteil der Performance-Vorteile von Bricks mit einer deutlich zugänglicheren, aufgeräumteren Oberfläche. Für Teams, die schnellen, sauberen Code wollen, aber keine steile Entwickler-Lernkurve in Kauf nehmen möchten, ist das eine echte Nische. Das integrierte Formular- und Popup-System sowie ein moderner Theme-Builder sind bereits in den Standard-Tarifen enthalten, ohne dass man zusätzliche Add-ons kaufen muss.
Schwächen: Das Ökosystem ist im Vergleich zu Elementor noch klein — weniger Drittanbieter-Templates, weniger Tutorials, kaum deutschsprachige Ressourcen. Als jüngeres Produkt gibt es weniger langjährige Praxiserfahrung in der Community, und bei sehr speziellen Anforderungen (Nischen-Widgets, exotische Integrationen) fehlt oft eine fertige Lösung, die es für Elementor längst gibt.
Wann Breakdance: Für kleinere Teams und technisch etwas versiertere Selbstständige, die ein schlankes, modernes Tool ohne Elementors Funktionsfülle (und ohne deren Ballast) suchen, und die mit einem kleineren Ökosystem gut leben können.
Sie wollen nicht raten, sondern in Ihrem eigenen Tempo den richtigen Page-Builder wirklich beherrschen? In meinem Online-Kurs zeige ich Ihnen Elementor von Grund auf — inklusive der Punkte, an denen viele Einsteiger:innen typischerweise hängenbleiben. → Zum Online-Kurs
Direkter Vergleich: die Details, die oft übersehen werden
| Feature | Elementor | Bricks Builder | Breakdance |
|---|---|---|---|
| Visueller Editor im Frontend | Ja | Ja (mit Struktur-Panel) | Ja |
| Globale Design-Einstellungen | Ja (Kit) | Ja (Klassen-System) | Ja |
| Dynamische Inhalte / Query-Builder | Pro-Feature, solide | Sehr mächtig, nativ | Solide, wächst stetig |
| Popup-Builder | Pro-Feature | Add-on/Drittanbieter nötig | Integriert |
| Formular-Builder | Pro-Feature | Add-on nötig | Integriert |
| Eigene Custom-CSS-Klassen | Ja | Kernkonzept des Tools | Ja |
| WooCommerce-Builder | Pro-Feature, ausgereift | Community-Add-ons | Wachsend |
| Ladezeit-Overhead (grob) | Mittel | Niedrig | Niedrig |
| KI-Funktionen | Separates Add-on | Nicht nativ | Teilweise integriert |
| Export/Wechsel zu anderem Builder | Aufwendig | Aufwendig | Aufwendig |
Bei allen drei Tools gilt: ein späterer Wechsel des Page-Builders ist möglich, aber immer mit Mehraufwand verbunden, weil jedes Tool seine Inhalte im eigenen Datenformat speichert. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich die Entscheidung am Projektanfang so ernst nehme.
Preise im Vergleich (Stand 2026)
- Elementor: kostenloser Free-Tier für Basis-Funktionen; Pro ab 59 $/Jahr für eine Website; Preisstaffelung nach Website-Anzahl bis 399 $/Jahr (Agency, bis zu 1.000 Websites); Bundle „Elementor One“ (Hosting + Pro + KI-Kontingent) rund 228 $/Jahr; KI-Funktionen separat ab ca. 3,99 $/Monat.
- Bricks Builder: Jahreslizenzen ab 79 $/Jahr (1 Website) über 149 $/Jahr (3 Websites) bis 249 $/Jahr (unbegrenzt); zusätzlich eine „Ultimate Lifetime“-Lizenz um 599 $ einmalig für unbegrenzte Websites mit lebenslangen Updates und Support — für Agenturen mit vielen Projekten langfristig oft günstiger.
- Breakdance: kostenloser Basic-Tarif; Einzel-Website-Lizenz 99,99 $/Jahr; unbegrenzte Websites 199,99 $/Jahr, mit für Bestandskund:innen fixiertem Preis auch bei künftigen Erhöhungen.
Alle drei Anbieter passen ihre Preise regelmäßig an — die genannten Zahlen sind der Stand zum Zeitpunkt dieses Artikels. Vor dem Kauf lohnt sich immer ein kurzer Blick auf die aktuelle Preisseite des jeweiligen Anbieters.
Für wen eignet sich was?
Einsteiger:in / Solopreneur: Elementor. Der visuelle Editor ist in ein bis zwei Nachmittagen erlernbar, das Ökosystem an Templates spart Zeit, und falls Sie später doch Hilfe brauchen, findet sich leicht jemand, der Elementor kann.
Kleines Business mit eigenem Content-Team: Elementor oder Breakdance, abhängig davon, wie technikaffin das Team ist. Wer mehrere Personen an Inhalten arbeiten lässt und viele fertige Bausteine will, ist mit Elementor meist schneller am Ziel. Wer ein kleineres, aufgeräumteres Tool bevorzugt und Wert auf schlanken Code legt, ohne eine steile Lernkurve zu akzeptieren, findet in Breakdance eine gute Balance.
Agentur / Entwickler:in: Bricks Builder, wenn rohe Performance, Code-Kontrolle und komplexe dynamische Setups im Vordergrund stehen und das Team die Lernkurve bereits genommen hat oder nehmen will. Für Agenturen, die auch Elementor-Projekte von Bestandskund:innen übernehmen oder deren Kund:innen selbst am Content arbeiten sollen, bleibt Elementor aber oft die pragmatischere Wahl.
Mein Fazit
Für die meisten meiner Kund:innen — Solopreneure, KMU, Menschen ohne Entwickler-Hintergrund — bleibt Elementor 2026 die Standard-Empfehlung. Nicht weil es technisch das überlegenste Tool ist, sondern weil die Kombination aus Ökosystem, Verfügbarkeit von Freelancer:innen und niedriger Einstiegshürde für diese Zielgruppe am meisten zählt. Wer eine Website baut und sie irgendwann weitergeben oder erweitern lassen will, profitiert enorm davon, dass „kann Elementor“ auf jedem zweiten Freelancer-Profil steht.
Gleichzeitig will ich nicht unehrlich sein: Bricks Builder produziert nachweislich saubereren, schnelleren Code, und wenn Sie selbst entwickeln oder eine Agentur mit klarem Performance-Fokus sind, ist das ein legitimer und guter Grund, Bricks vorzuziehen. Breakdance ist eine ernstzunehmende Zwischenlösung für alle, die einen Teil dieser Performance-Vorteile wollen, ohne die steilere Bricks-Lernkurve zu akzeptieren — mit dem Kompromiss eines kleineren Ökosystems.
Es gibt hier kein universell „bestes“ Tool — nur die Frage, welche Prioritäten für Ihr Projekt und Ihre Zielgruppe die richtigen sind.
Häufige Fragen
Welchen Page-Builder unterrichten Sie in Ihren Kursen?
Elementor — aus den im Fazit genannten Gründen: Ökosystem, Verfügbarkeit von Freelancer:innen und niedrige Einstiegshürde für meine Zielgruppe.
Ist Bricks Builder wirklich spürbar schneller als Elementor?
Bei identischem Layout und sauberer Umsetzung erzeugt Bricks in der Regel weniger HTML-Overhead. Mit gutem Hosting, Caching und den richtigen Performance-Einstellungen relativiert sich der Unterschied bei Elementor aber deutlich. Mehr zu den Hebeln im Pillar WordPress Page Speed 2026.
Kann ich von Elementor auf Bricks oder Breakdance wechseln, ohne alles neu zu bauen?
Nein, nicht ohne Mehraufwand. Alle drei Tools speichern Inhalte in eigenen Datenformaten — ein Wechsel bedeutet praktisch immer, Seiten neu aufzubauen. Planen Sie das nicht „nebenbei“.
Braucht Breakdance zusätzliche Plugins für Formulare und Popups?
Nein, beides ist bereits im Kern-Produkt integriert — anders als bei Bricks, wo dafür meist ein Add-on oder Drittanbieter-Plugin nötig ist.
Lohnt sich die Bricks-Lifetime-Lizenz gegenüber den Jahresabos?
Für Agenturen mit mehreren laufenden Projekten und einer langen Nutzungsdauer rechnet sich die Lifetime-Lizenz meist nach zwei bis drei Jahren. Für eine einzelne Website ist ein Jahresabo oft die risikoärmere Wahl.
Was, wenn ich mich einfach nicht entscheiden kann?
Fangen Sie mit der Zielgruppen-Frage an, nicht mit der Tool-Frage: Wer pflegt die Seite langfristig? Wenn die Antwort „ich selbst, ohne Entwickler-Hintergrund“ lautet, ist Elementor fast immer die richtige Antwort. Bei Unsicherheit gehe ich das in meinem Online-Kurs gerne im Detail mit Ihnen durch.
Weiterführend passt auch mein Vergleich Gutenberg/FSE vs. Page Builder, falls Sie grundsätzlich noch abwägen, ob Sie überhaupt einen Page-Builder brauchen. Eine Übersicht aller Tool-Vergleiche finden Sie zudem auf meiner Sammelseite WordPress-Tool-Vergleiche 2026.
Wenn Sie sich für Elementor entscheiden und es richtig lernen wollen, statt sich mühsam selbst durchzuklicken, ist mein Online-Kurs der direkte Weg: praxisnah, mit den Stolperstellen, die ich aus hunderten Schulungsstunden kenne. → Zum Online-Kurs
Bildquelle Featured & Inline: eigens erstellte Illustrationen im pletzenauer-Design (keine Stock-Fotos).
Elementor Pro: Wenn Sie sich nach diesem Vergleich für Elementor entscheiden, führt der Weg zu Theme Builder und Formularen über die Pro-Version. Elementor Pro ansehen
Die beiden Paarungen mit Elementor habe ich inzwischen einzeln und ausführlicher gegenübergestellt: Elementor vs. Bricks und Elementor vs. Breakdance.
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