Kein anderer Punkt entscheidet so direkt über abgebrochene Käufe wie die Zahlungsarten. Fehlt die bevorzugte Zahlungsmethode, ist der Warenkorb weg. In diesem Vergleich zeige ich dir, welche WooCommerce-Zahlungsarten für österreichische Shops wirklich sinnvoll sind – und worauf ich bei Gebühren, Einrichtung und Datenschutz achte.
Welche Zahlungsarten erwarten Kunden in Österreich?
Die Erwartung ist klar: mindestens Kreditkarte, PayPal, Sofortüberweisung/EPS und idealerweise Kauf auf Rechnung. Eurobarometer- und Handelsdaten zeigen seit Jahren denselben Trend: Wer nur eine Methode anbietet, verliert. Die Frage ist also weniger „welche“, sondern „über welchen Anbieter“.
Die zwei großen Abwickler: Stripe und Mollie
Für die meisten WooCommerce-Shops läuft die Entscheidung auf Stripe oder Mollie hinaus. Beide bündeln viele Zahlungsarten in einer Integration. Den direkten Vergleich habe ich ausführlich aufgeschrieben: Stripe vs. Mollie.
Stripe – stark bei Karten und international
Stripe ist technisch erstklassig, besonders für Kartenzahlung und wiederkehrende Abos. Die Gebührenstruktur ist transparent, aber im Detail erklärungsbedürftig – ich habe sie hier aufgeschlüsselt: Stripe Kosten und Gebühren. Warum ich Stripe oft empfehle, steht in Die Vorteile von Stripe.
Mollie – einfach, europäisch, fair pro Transaktion
Mollie rechnet pro Transaktion ab statt mit Monatsgebühr und ist dadurch besonders für kleinere Shops attraktiv. Die Einrichtung ist angenehm einfach. Mehr dazu in Die Vorteile von Mollie und – speziell für Einzelunternehmer – in Mollie für Kleinunternehmer.
Gebühren ehrlich vergleichen
Beim Gebührenvergleich rechne ich immer mit deinem typischen Warenkorbwert und Volumen, nicht mit Schlagzeilen-Prozentsätzen. Faustregel:
- Viele kleine Transaktionen → fixe Gebühr pro Vorgang fällt stärker ins Gewicht.
- Wenige große Beträge → der Prozentsatz zählt mehr.
- Internationale Karten → auf Auslands- und Währungsaufschläge achten.
Kauf auf Rechnung – der Conversion-Booster mit Haken
Rechnungskauf erhöht die Conversion spürbar, bedeutet aber Ausfallrisiko. Anbieter wie Riverty (früher AfterPay) oder Klarna übernehmen das Risiko gegen höhere Gebühr. Für viele B2B-Shops in Österreich ist das die wichtigste Methode überhaupt.
Datenschutz nicht vergessen
Zahlungsdienstleister verarbeiten personenbezogene Daten – das gehört sauber in die Datenschutzerklärung und idealerweise in einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Wie sicher die Anbieter mit Daten umgehen, habe ich am Beispiel Mollie beleuchtet: Mollie: Sicherheit und Datenschutz.
Meine Empfehlung in Kürze
- Kleiner Shop, wenig Volumen: Mollie – fair pro Transaktion, schnell eingerichtet.
- Wachstum, Abos, international: Stripe – maximale Flexibilität.
- B2B: zusätzlich Kauf auf Rechnung anbieten.
- Immer dabei: PayPal als Vertrauensanker.
FAQ – WooCommerce Zahlungsarten
Wie viele Zahlungsarten sollte ich anbieten?
Drei bis fünf relevante Methoden sind ideal. Zu viele Optionen verwirren, zu wenige kosten Käufe.
Stripe oder Mollie – was ist günstiger?
Das hängt von deinem Volumen ab. Bei kleinen, häufigen Beträgen ist Mollie meist günstiger, bei großem oder internationalem Volumen oft Stripe.
Brauche ich für jede Zahlungsart ein eigenes Plugin?
Nein. Stripe und Mollie bündeln über ihr offizielles WooCommerce-Plugin jeweils mehrere Methoden in einer Integration.
Unsicher bei der Wahl?
Ich richte WooCommerce-Zahlungen regelmäßig für Shops ein und erkläre dir in einer WordPress-Schulung die Einrichtung an deinem eigenen Shop – inklusive Test-Zahlungen und rechtssicherer Einbindung.



