Der Inhaltsbereich einer Seite ist mit Elementor schnell gestaltet. Der Kopfbereich dagegen — Logo, Menü, Telefonnummer, vielleicht ein Button — gehört zunächst dem Theme. Sie können ihn nur so weit anpassen, wie das Theme es vorsieht. Der Theme Builder hebt diese Grenze auf.
Was der Theme Builder übernimmt
Mit ihm gestalten Sie die Bereiche, die außerhalb des eigentlichen Seiteninhalts liegen: Kopfbereich, Fußbereich, das Layout einzelner Beiträge, die Blog-Übersicht, Archivseiten, die 404-Seite und bei Shops die Produktseiten.
Das Prinzip ist immer dasselbe: Sie bauen eine Vorlage, und Sie legen fest, wo sie gelten soll. Der zweite Teil ist der, an dem es in der Praxis hakt.
Der Theme Builder ist eine Funktion der Pro-Version.
Elementor Pro: Kopfbereich, Fußbereich und Beitrags-Layouts frei zu gestalten, ist der häufigste Grund für den Umstieg auf Pro — mehr als Formulare oder Popups. Elementor Pro ansehen
Vorbereitung: das richtige Theme
Wenn Elementor den Kopfbereich baut, soll das Theme keinen zweiten liefern. Sonst haben Sie zwei Header übereinander.
Am unkompliziertesten ist ein bewusst minimales Theme wie Hello, das genau dafür gedacht ist: es bringt kaum eigene Gestaltung mit und überlässt Elementor das Feld. Bei umfangreicheren Themes suchen Sie in den Theme-Einstellungen nach einer Option, den eigenen Header zu deaktivieren. Findet sich keine, ist das ein Hinweis, dass Theme und Theme Builder sich in die Quere kommen werden.
Einen Kopfbereich anlegen
Im WordPress-Menü unter Vorlagen → Theme Builder wählen Sie Kopfzeile und legen eine neue Vorlage an. Elementor bietet fertige Blöcke an; ich baue meist von Null, weil die fertigen Varianten selten zum Rest passen.
Ein tragfähiger Aufbau sieht so aus: ein Container, als Flex-Zeile eingestellt, mit dem Logo links und dem Menü rechts. Die vertikale Ausrichtung auf „zentriert“, die horizontale Verteilung auf „Abstand dazwischen“. Das ist die Struktur, die auch auf schmalen Bildschirmen nicht zusammenbricht.
Für das Menü nutzen Sie das Widget Navigationsmenü. Es greift auf die Menüs zu, die Sie in WordPress unter Design → Menüs angelegt haben — legen Sie das Menü also vorher an, sonst steht das Widget leer da.
Der Schritt, den viele vergessen: die Anzeigebedingungen
Bevor Sie veröffentlichen, fragt Elementor, wo die Vorlage gelten soll. Diese Abfrage ist keine Formalität.
Für einen Kopfbereich, der überall gilt, setzen Sie die Bedingung auf Gesamte Website. Wenn Sie stattdessen einen abweichenden Header nur für die Startseite wollen, legen Sie eine zweite Vorlage an und setzen dort die spezifischere Bedingung. Die speziellere Regel gewinnt gegenüber der allgemeinen.
Der häufigste Fehler, den ich sehe: Vorlage gebaut, veröffentlicht, Bedingung übersprungen — und dann Ratlosigkeit, warum auf der Website nichts anders aussieht. Sie können die Bedingungen jederzeit über das Vorschau-Menü im Editor oder die Vorlagenübersicht nachträglich setzen.
Klebender Header, sauber gelöst
Ein Kopfbereich, der beim Scrollen oben bleibt, ist eine der häufigsten Anforderungen. Sie lösen das im Container unter Erweitert → Bewegungseffekte → Klebrig: Oben.
Zwei Punkte, an denen es typischerweise hakt:
Der Header verschwindet hinter dem Inhalt. Setzen Sie unter Erweitert einen ausreichenden Z-Index, etwa 999.
Der Inhalt springt beim Scrollen. Das passiert, wenn der klebende Header seine Höhe ändert. Wenn Sie beim Scrollen ein kleineres Logo einblenden wollen, arbeiten Sie mit den Effekt-Einstellungen und prüfen das Ergebnis auf dem Handy — dort fällt Springen am stärksten auf.
Und eine Empfehlung aus der Praxis: Auf dem Handy nimmt ein klebender Header wertvolle Bildschirmhöhe weg. Ich schalte ihn dort oft ab. Die Sichtbarkeits-Optionen dafür liegen ebenfalls unter Erweitert; wie ich mobil grundsätzlich vorgehe, steht in Elementor mobil optimieren.
Der Fußbereich
Der Footer funktioniert nach demselben Muster, ist aber unkritischer — kein Sticky, keine Menülogik. Achten Sie auf zwei Dinge: Impressum und Datenschutz müssen von jeder Seite aus erreichbar sein, und die Spalten sollten auf dem Handy sauber untereinander laufen statt gequetscht nebeneinander.
Wenn etwas nicht erscheint
Drei Ursachen decken die meisten Fälle ab: Die Anzeigebedingung fehlt. Das Theme liefert noch seinen eigenen Header. Oder ein Caching-Plugin hält die alte Version fest — leeren Sie den Cache, bevor Sie weitersuchen.
Weitere typische Stolperstellen und ihre Ursachen habe ich in Häufige Elementor-Fehler beheben gesammelt.
Wenn Sie den Theme Builder lieber einmal begleitet aufsetzen, statt sich durch Anzeigebedingungen zu tasten: Genau das machen wir in meiner Elementor-Schulung.
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